Bei allem Patriotismus: [ von Koschutnig am 2009-07-25 11:22:18 ]
der allerdings ohnehin auf einer irrigen Voraussetzung beruht:
Die vermeintlich österr. "Rexgläser" hatten einen Nachteil: Die Auflagefläche der Glasdeckel war schmäler als bei den deutschen "Weckgläsern". Die deshalb weit schmäleren Rex-Gummiringe aber rissen sehr viel leichter als die breiten Gummiringe der "Einmachgläser" von WECK, die nach dem Anschluss den Markt beherrschten - und die "Rexgummi" waren dann bald kaum mehr erhältlich, die Rexgläser zum "Einkochen" also nicht mehr verwendbar.
Kurios ist, dass sowohl REX als auch WECK deutsche Firmen waren: WECK im Schwarzwald, REX in Berlin.
Johann Weck (1841-1924) setzte das Patent des Chemikers Rudolf Rempel um und erwarb eine kl. Glashütte nahe der Schweiz .Seine Methode der Haltbarmachung ließ er unter dem Motto: "Koche auf Vorrat" durch Wanderlehrer und Hauswirtschaftslehrerinnen verbreiten.
Gustav Rex war ab 1898 ein Teilhaber des Glashüttenwerks Germania, Schweig, Rex & Co., das 1910 Teil des Glashüttenwerks Weißwasser AG in Niederschlesien wurde. Österreich bezog seine "Einsiedegläser"(= Einmachgläser) Marke REX hauptsächlich aus diesem, dem östereichischen Böhmen naheliegenden Werk, daher der bei uns gebräuchliche Name und das österr. Wort "rexen".
In Deutschland war es umgekehrt: Weck machte durch eine eigene Monatsschrift das "Einwecken" bald zu einem Begriff, der sich schließlich auf alle entsprechenden Einkochverfahren übertrug, auch wenn die Gläser und Geräte von anderen Firmen wie Wolff oder Rex stammten.